„Quasimodogeniti“, d.h. übersetzt aus dem Lateinischen „Wie die neugeborenen Kindlein“, so lautet es im Zuspruch für den Ersten Sonntag nach Ostern aus dem Ersten Petrusbrief (1. Petr 2,2). Ich mußte dabei sogleich in Gedanken springen in das Himmelszelt und das, was sich da momentan so tut - weitab von unserer kriegs- und krisengeschüttelten Welt. Wie sich Menschenkinder aus so unterschiedlichen Nationen wie Himmelsrichtungen in gemeinsamer Mission auf den Weg gemacht haben, nicht bloß über den Tellerrand ihrer einmaligen Wohnstätte Erde hinaus, sondern sogar einmal mehr hinter den Mond zu schauen. Und das zum ersten Mal wieder nach über einem halben Jahrhundert schöpferischer Pause; noch ein weiteres Jahrzehnt zuvor hatte der Kosmonaut J.A. Gagarin den ersten bemannten Weltraumflug am 12. April 1961 - also diesen Sonntag vor genau 65 Jahren - in staatlichen Auftrag durchgeführt und dabei systemkonform festgestellt, keinem Herrscher im Himmel begegnet zu sein (da hat er wohl selber nicht genau genug hingesehen oder aber hinschauen dürfen!).
Wie dem auch sei: Die Menschkinder unserer Zeit in den unendlichen Weiten des Weltraums vermelden einstimmig die unglaubliche Schönheit des Blauen Planeten und wie heilsam es für die menschliche Seele ist, einmal mit diesem Abstand und aus dieser Perspektive die uns geschenkte Wohnstätte zu betrachten. Ich glaube, es tut uns Menschenkindern zeitlos gut, uns daran erinnern zu lassen, wie der Schöpfer seinerzeit uns Geschöpfe gedacht und gemacht hat; sowohl die Bestnote dafür „und siehe, es war sehr gut“ (Gen 1,31) als auch die Handlungsanweisung für den Umgang damit nämlich „den Garten Eden zu bebauen und zu bewahren“ (Gen 2,15), stehen nach wie vor im Weltenraum – machen wir Menschenkinder wie die „neugeborenen Kindlein“ (s.o.) aus diesem göttlichen Blickwinkel endlich wieder das Beste daraus.
