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10.06.2026

Gespräche werden fortgesetzt

Treffen mit Vertreterinnen und Vertretern aus Gemeinden zur Strukturreform

Pressestelle

Wolfenbüttel/Cramme. Landesbischöfin Dr. Christina-Maria Bammel und das Kollegium des Landeskirchenamtes Wolfenbüttel haben sich am Dienstag, 9. Juni, in Cramme zu einem Gespräch mit zwölf ehrenamtlich leitenden Vertreterinnen und Vertretern aus verschiedenen Kirchengemeinden getroffen. Vertreten waren Personen aus Salzgitter, Wolfenbüttel, Braunschweig, Seesen, Räbke, Sunstedt, Bündheim und Alt-Walmoden. Gastgeber war der Landwirt und Präsident der Landwirtschaftskammer Gerhard Schwetje.

Die Sorge bezog sich vor allem auf die Frage, wie ehrenamtliche Leitungsarbeit in kirchlichen Orten gestaltet werden kann, wenn verwaltende Aufgaben zukünftig verstärkt auf einer regionalen Ebene liegen. Das kirchliche Leben in den Dörfern brauche eine gezielte Unterstützung des Ehrenamtes, damit das lokale Engagement verantwortlich wahrgenommen werden könne, hieß es.

Landesbischöfin Bammel betonte, dass der Dialog mit allen Gruppen aus der Landeskirche zur Strukturreform fortgesetzt werde.  Arbeitsgruppen arbeiteten derzeit an den Einzelheiten in Vorbereitung auf synodale Befassungen. In diesen Prozess würden die benannten Befürchtungen und Vorschläge eingespeist. Das Ziel der bisherigen synodalen Befassung mit Strukturveränderungen sei es, kirchliches und insbesondere geistliches Leben vor Ort zu fördern, finanzielles Engagement für Vorhaben und Initiativen in der gemeindlichen Arbeit zu ermöglichen und für eine örtliche Identifikation weiter zu sorgen.

Dabei solle allerdings auch die Solidarität und der Gedanke des Ausgleichs zwischen vermögenden und weniger vermögenden Gemeinden mit in Betracht gezogen werden. Einig war man sich, dass eine vitale kirchliche Gemeinschaft ins Dorf gehöre und angewiesen sei auf eine konstruktive Verbindung von ehrenamtlichem und beruflichem Engagement.

Strukturveränderungen, so die Landesbischöfin, seien mit Blick auf die Gesamtheit der Landeskirchen angesichts der veränderten Rahmenbedingungen schon länger dran. Das werde ihr und dem Kollegium des Landeskirchenamtes nicht nur von der Mehrheit des pfarramtlichen Personals vorgetragen. Es gehe darum, Kirche so verantwortungsbewusst zukunftsfähig zu machen, dass auch die nachfolgenden Generationen Gestaltungsmöglichkeiten haben. Bammel erwähnte dabei auch, dass es ebenso Gemeinden gebe, die für mehr Tempo im Prozess stehen. Sie warb dafür, möglichst vorausschauend die kirchliche Organisation umzubauen.

Zunächst sei der Entwurf eines Übergangsgesetzes zur Neugliederung der Propsteien am 9. Juni in der Kirchenregierung beraten und beschlossen worden. Der Entwurf werde nun in den Ausschüssen der Landessynode beraten und dieser auf ihrer Herbsttagung vorgelegt.

Weitere öffentliche Konsultationsabende finden statt am Montag, 22. Juni, um 19 Uhr im Kirchenzentrum in Seesen (Hinter der Kirche 11, 38723 Seesen), am Dienstag, 30. Juni, um 18:30 Uhr in der Pauluskirche Salzgitter (Neißestraße 35, 38226 Salzgitter) sowie am Montag, 17. August, um 19 Ihr in Braunschweig in der Emmauskirche Weststadt (Muldeweg 5, 38120 Braunschweig).

Ein vierter Termin findet online als Videokonferenz statt. Und zwar am Mittwoch, 26. August, um 19 Uhr, über die Plattform „Zoom“. Entsprechende Daten für die Beteiligung werden zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.

Landesbischöfin Dr. Christina-Maria Bammel.
Landesbischöfin Dr. Christina-Maria Bammel.
Foto: Klaus G. Kohn